ZWANZIGSTES KAPITEL
Nationale Verschiedenheit der Arbeitslöhne
[64] "Es ist nicht reichtig, zu sagen, daß die Löhne" (handelt sich hier von ihrem Preise) "gestiegen sind, weil man mit ihnen mehr von einem billigeren Artikel kaufen kann." (David Buchanan in seiner Ausgabe von A. Smiths "Wealth etc.", 1814, v.I, p.417, Note.){584}
[64a] An andrer Stelle werden wir untersuchen, welche Umstände, in Beziehung auf die Produktivität, dies Gesetz für einzelne Produktionszweige modifizieren können.{585}
[65] James Anderson bemerkt in Polemik gegen A. Smith: "Es verdient gleicherweise bemerkt zu werden, daß, obgleich der Preis der Arbeit in armen Ländern, wo die Feldfrüchte, und besonders das Getreide, billig sind, scheinbar gewöhnlich
niedriger ist, so ist er doch in der Tat dort meistens wirklich höher als in andern Ländern. Denn nicht der Lohn, den ein Arbeiters pro Tag erhält, stellt den realen Preis der Arbeit dar, obgleich er ihr scheinbarer Preis ist. Der reale Preis ist das, was ein bestimmtes Quantum geleisteter Arbeit den Unternehmer tatsächlich kostet; und unter diesem Gesichtswinkel ist Arbeit in fast allen Fällen in reichen Ländern billiger als in ärmeren, obwohl der Preis des Getreides und anderer Lebensmittel gewöhnlich in den letzteren weit niedrieger ist als in den ersteren ... Arbeit im Taglohn ist viel niedrieger in Schottland als in England ... Arbeit im Stücklohn ist im allgemeinen billigert in England." (James Anderson, "Observations on the means of exciting a spirit of National Industry etc.", Edinb. 1777, p.350, 351.) - Umgekehrt produziert iherseits die Niedrigkeit des Arbeitslohns Verteuerung der Arbeit. "Arbeit ist teurer in Irland als in England ... weil die Löhne so viel niedriger sind." (Nr. 2074 in "Royal Commission on Railways, Minute", 1867.)
[1*] Fabriken{586}
| In England Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 12600 |
| In der Schweiz Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 8000 |
| In Östreich Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 7000 |
| In Sachsen Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 4500 |
| In Frankreich Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 1500 |
| In Preußen Durchschnittszahl von Spindeln auf je eine Fabrik | 1500 |
| In Frankreich | eine Person auf 14 Spindeln |
| In Rußland | eine Person auf 28 Spindeln |
| In Preußen | eine Person auf 37 Spindeln |
| In Bayern | eine Person auf 46 Spindeln |
| In Östreich | eine Person auf 49 Spindeln |
| In Belgien | eine Person auf 50 Spindeln |
| In Sachsen | eine Person auf 50 Spindeln |
| In den kleinern deutschen Staaten | eine Person auf 55 Spindeln |
| In der Schweiz | eine Person auf 55 Spindeln |
| In Großbritannien | eine Person auf 74 Spindeln |
"Diese Vergleichung", sagt Herr Redgrave, "ist, außer andren Gründen, besonders auch deswegen für Großbritannien ungünstig, weil dort eine sehr große Zahl Fabriken existiert, worin die Maschinenweberei mit der Spinnerei verbunden ist, während die Rechnung keinen Kopf für die Webstühle abzieht. Die auswärtigen Fabriken sind dagegen meist bloße Spinnereien. Könnten wir genau Gleiches mit Gleichem vergleichen, so könne ich viele Baumwollspinnereien in meinem Distrikt aufzähen, worin Mules mit 2200 Spindeln von einem einzigen Mann (minder) und zwei Handlangerinnen überwacht und täglich 220 Pfund Garn, 400 (englische) Meilen in Länge, fabriziert werden."("Reports of Insp. of Fact., 31st Oct. 1866", p.31-37 passin.)Man weiß, daß in Osteruropa sowohl wie in Asien englische Kompanien Eisenbahnen in Bau übernommen haben und dabei neben einheimischen auch eine gewisse Zahl englischer Arbeiter verwenden. Durch praktische {587}
[66] "Essay on the Rate of Wages: with an Examination of the Causes of the Differences in the Conditions of the Labouring Population throughout the World", Philadelphia 1835.{588}
[1*] von falschem Gehalt
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